Einstiegsinstrument: „Potenziale entdecken – dein Einstieg in die Berufliche Orientierung“
Im Schuljahr 2025/26 kommt erstmalig das Einstiegsinstrument zum Einsatz und wird die bisherige Potenzialanalyse ersetzen.
Das Einstiegsinstrument in der 8. Klasse ist der Startschuss in die Berufliche Orientierung von KAoA.
Es …
- findet einen Tag lang bei einem Bildungsträger statt.
- beinhaltet zwei handlungsorientierte Aufgaben.
- unterstützt Jugendliche, ihre individuellen Stärken und Neigungen zu entdecken.
Es wird von einem außerschulischen Bildungsträger mit qualifiziertem pädagogischem Personal durchgeführt.
Das Einstiegsinstrument besteht aus zwei handlungsorientierten Aufgaben, die Arbeitssituationen aus dem Berufsalltag simulieren.
Beide Aufgaben decken zusammen die vier Berufsbereiche handwerklich-technisch, kaufmännisch-verwaltend, künstlerisch-kreativ und sozial-pflegerisch ab.
Im Mittelpunkt stehen acht Stärken, die durch Selbst- und Fremdbeobachtung am Durchführungstag erfahrbar gemacht werden sollen.
Die acht Stärken sind folgenden vier Bereichen zugeordnet:
Persönliche Potenziale: Leistungsbereitschaft, Sorgfalt
Methodische Potenziale: Organisationsgeschick, Problemlösefähigkeit
Soziale Potenziale: Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit
Praktische Potenziale: handwerkliches Geschick, technisches Verständnis
Die Umsetzung erfolgt durchgängig in Kleingruppen von bis zu acht Schülerinnen und Schülern.
Die Reflexion des eigenen berufsbezogenen Handelns erfolgt ausschließlich zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie dem pädagogischen Begleitpersonal des Trägers und ist in den Tagesablauf integriert. Die Schülerinnen und Schüler halten die Ergebnisse der Fremd- und Selbsteinschätzung in dem sogenannten „Stärken-Kompass“ fest und visualisieren in einem kreativen Prozess ihre Ideen zur Frage „Wo oder als was arbeite ich in 10 Jahren?“ (z. B. Erstellen einer Collage, eines Videos oder Podcasts).
Die Jugendlichen erkennen über Selbst- und Fremdeinschätzungen ihre eigenen Stärken und stellen einen ersten Bezug zur Lebens- und Arbeitswelt her – unabhängig von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen.
Die Erkenntnisse des Einstiegsinstruments stellen keine Empfehlungen für bestimmte Berufe dar, sondern bieten wichtige Impulse für die weitere Berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler. Das Einstiegsinstrument fördert insbesondere die Selbstreflexion und die Selbstorganisation der Jugendlichen, auch mit Blick auf ihre beruflichen Entscheidungs- und Handlungskompetenzen.
Das Einstiegsinstrument wird in der Schule, z. B. mit den Arbeitsblättern im Berufswahlpass NRW, vor- und nachbereitet. Der Stärken-Kompass des Einstiegsinstruments wird im Berufswahlpass abgeheftet. Die Ergebnisse des Einstiegsinstruments werden u. a. im ersten schulischen Beratungsgespräch reflektiert und dienen als Vorbereitung für die Auswahl der nachfolgenden Berufsfelderkundungen.
Die Termine werden zwischen Schule und Träger abgestimmt.