2. Workshop-Bericht „A peek into the kitchen“

Am 31.08.2022 kamen die Teilnehmerinnen unseres Mentorinnen-Projekts „A peek into the kitchen“ zum zweiten Workshop zusammen. Bedingt durch mehrere kurzfristige Absagen und dadurch, dass zwei Frauen aus der Ukraine Deutschland auf unbestimmte Zeit verlassen haben, kam an diesem Abend lediglich eine kleine Runde, bestehend aus syrischen Frauen und Mentorinnen, zusammen. Dadurch ergaben sich intensive Gespräche mit der Gesamtgruppe. Gleich zu Beginn des Abends machte eine Frau aus Syrien ihr Bedauern über das nahende Projektende deutlich. Sie hätte sich insgesamt mehr Treffen mit allen und mit ihrer Tandempartnerin gewünscht. Ihr wurde erläutert, dass das Modellprojekt dazu dient, Kontakte zu knüpfen, die hoffentlich mit den Tandempartnerschaften und darüber hinaus bestehen bleiben, was bei der angenehmen Atmosphäre untereinander durchaus realistisch sei. Eine andere Teilnehmerin, die im Oktober ihr erstes Kind erwartet, machte deutlich, dass sie mit dem Baby zukünftig nicht alleine zuhause sitzen möchte, sondern sich regelmäßige Gelegenheiten zum Treffen mit anderen und zum Deutsch sprechen wünscht. Diese beide Frauen wurden über kostenlose Sprachcafés informiert. Für die Recherche nach passenden Angeboten in ihrem Stadtteil wurde ihnen die REGE-eigene Homepage www.dito-bielefeld.de empfohlen.

Zum Einstieg in unsere Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit benannten zunächst alle, wo sie in ihrem Alltag umweltbewusst handeln. Anschließend spielten wir ein Klima-Bingo, schafften dadurch neue Begegnungen und erfuhren mehr darüber, wer sich in welchen Bereichen nachhaltig verhält. Wir hörten, dass in Syrien bisher keine konkreten Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Vor Ausbruch des Krieges war allerdings viel Obst und Gemüse in Bioqualität verfügbar, da die Anbaubedingungen sehr gut waren.

Zur Vertiefung der eigenen Kenntnisse wurden wir an Stellwänden gemeinsam aktiv. Müllkärtchen wurden der jeweils passenden Tonne zuordneten, wobei einige Entscheidungen zu Diskussionen führten. Die syrischen Frauen berichteten, dass sie die Mülltrennung erst in Deutschland kennengelernt haben. Sie erkundigten sich nach dem Weg, eine Biotonne für den eigenen Haushalt zu bekommen. An einem Infobogen der Verbraucherzentrale legten die Teilnehmerinnen ohne Probleme fest, wie Strom im Haushalt eingespart werden kann. Zudem erfuhren die Anwesenden, wie sich der saisonale Einkauf von Obst und Gemüse positiv auf den Umweltschutz und das eigene Portemonnaie auswirkt. In diesem Zusammenhang tauschten wir uns zudem über Möglichkeiten aus, Angebote von Initiativen der Lebensmittelrettung wie „Obst verbindet“ und „Too good to go“ zu nutzen, dadurch auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten und eine günstige Alternative zum Einkauf im Supermarkt kennenzulernen, was gerade bei der hohen Inflation ein relevantes Thema für viele Verbraucher*innen ist. Wir beendeten den Abend mit dem Ausblick auf unser gemeinsames Abschlusstreffen, das wir mit einem internationalen Buffet kulinarisch gestalten möchten und fanden in der Gruppe ein Thema, mit dem sich dann alle gerne neben der Projektauswertung befassen möchten. Wir werden uns über das kulturspezifisch angemessene Verhalten bei bestimmten Gelegenheiten austauschen und dafür konkrete Situationen näher beleuchten.

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