Berufsorientierung Pflege

„Ich habe mich doppelt so schwer gefühlt“, sagt Fidan Kosumi während er die Gewichte des Alterssimulationsanzugs von seinen Armen, Beinen und dem Oberkörper löst. Der Anzug simuliert das Alter von etwa 70 Jahren. Eine besondere Erfahrung für den jungen Mann Anfang 20.

Einen Tag lang konnten sich 10 Geflüchtete am 15.10.2018 aus der Beratung des Projekts Alpha OWL II der REGE über den Pflegeberuf informieren. Zunächst ging es in das Altenzentrum Baumheide der AWO-OWL, wo die Teilnehmenden erfahren durften, was es bedeutet alt zu sein. Mit Hilfe eines Demenzparcours konnten die Geflüchteten selbst am eigenen Leib erfahren, wie sich Demenz im Alter auswirken kann.

Schnell wurde dabei auch deutlich, dass es spezielle Altenzentren in den Herkunftsländern der Teilnehmenden nicht gibt. Dort werden alte Menschen in den Familien betreut.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging der Berufsorientierungstag im Fachseminar für Altenpflege weiter. Die Teilnehmenden erkundeten unter Anleitung von Monika Fey-Nolze den Demoraum und simulierten Alltagssituation im Bett und im Rollstuhl. Auch die Fächer und Inhalte der Ausbildung zur Pflegehilfskraft sowie zur Pflegefachkraft wurden thematisiert. Am Ende der Veranstaltung waren sich die Teilnehmenden einig, dass Sie viel über die Pflege in Deutschland gelernt haben. „Für einige kommt vielleicht sogar eine Ausbildung in Frage“, berichtete Verena Millentrup von der Personalentwicklung der AWO OWL, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Stefanie Go den Besuch begleitete.

Fidan Kosumi wurde dank des Altersanzugs in Minuten zum Rentner. Manuel Abel, Pflegedienstleitung vom Seniorenzentrum Baumheide (vorne rechts) erklärte den Anwesenden welche körperlichen Einschränkungen alte Menschen haben.

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