Berufsorientierung darf auch Spass machen

Ein Modellprojekt der REGE mbH für Schüler*innen der 8 – 10. Klassen, hat die Neugierde von Serap Güler, Staatssekretärin vom Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration geweckt und wurde heute von ihr besucht. Seit Oktober 2018 werden an der Hauptschule Baumheide Schüler*innen und deren Familien durch „Familien stärken – Übergänge begleiten“ unterstützt. Der Fokus liegt hier darauf, die jungen Menschen auf ihrem Bildungs- und Berufsfindungsweg zu coachen und ihre Eltern in den Prozess der Berufsorientierung einzubinden. Zusätzlich wurden Unternehmen gewonnen, die die Arbeit auf vielfältige Weise unterstützen. Das erfolgreiche Modellprojekt ist einmalig in Bielefeld und laut Schulleiter Hans-Jürgen Sager ein wichtiger Baustein, um die jungen Leute zu fördern. Ein Großteil der Jugendlichen hat einen Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung. 

Frau Gülers Interesse galt vor allem den Erfahrungen der 20 Jugendlichen, die freiwillig in Ihrer Freizeit an dem Projekt teilnehmen. Die Gruppe, die besonderen Förderbedarf hat, ist im Zuge der oft spielerisch daherkommenden Maßnahme zusammengewachsen und sorgt für gegenseitige Stütze.

„Es ist schön zu sehen, mit welcher Motivation die jungen Menschen an dem Projekt teilnehmen,“ freute sich Klaus Siegeroth, Geschäftsführer der REGE mbH, „Ich hoffe, dass wir mit diesem Projekt Schule machen.“

Am meisten Spaß gemacht haben Betriebsbesichtigung, z.B. im Krankenhaus und gemeinsame Ausflüge, wie der in die Kletterhalle.

Am hilfreichsten wird von Jaklin die Unterstützung bei der Bewerbung genannt. Die Schülerin der 10. Klasse hat sich auf eine Ausbildungsstelle zur Zahnarzthelferin beworben und wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Jetzt wartet sie auf die Rückmeldung der Praxis.

Im Rahmen der Kooperation mit dem Freizeitzentrum Baumheide haben ältere Jugendliche über ihren beruflichen Werdegang gesprochen. Dies wurde als besonders hilfreich empfunden. „Es hilft zu hören, wie die ihre Probleme überwunden haben“ sagt eine Schülerin.

Frau Güler bedankt sich herzlich für den Besuch und den interessanten Austausch und lädt die Schülerinnen und Schüler zu einem Besuch in den Landtag nach Düsseldorf ein.

„Ich habe hier motivierte Schülerinnen und Schüler kennengelernt und von verschiedenen Berufswünschen gehört. Was hier gemacht wird macht Spaß und ist Gold wert“ so die Staatssekretärin.

Das Projekt „Familien stärken – Übergänge begleiten“ wir finanziert durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Europäische Sozialfonds für Deutschland und die REGE mbH.

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